Haushaltsbilanz Juni 2017 – Einnahmen, Ausgaben, Investitionen
Einnahmen, Ausgaben, Investitionen im Juni 2017

Haushaltsbilanz Juni 2017 – Einnahmen, Ausgaben, Investitionen

Hallo und willkommen zur zweiten Haushaltsbilanz in diesem Blog.

Die Haushaltsbilanz ist ein Hauptbestandteil von Geldgedanken.com. Zu Beginn eines Monat blicke ich auf den vorherigen Monat zurück und überprüfe meine Einnahmen, Ausgaben und finanziellen Investitionen.

Um sinnvolle Strategien für die Weiterentwicklung abzuleiten, stelle ich meine Arten und relative Höhe der Einnahmen und Ausgaben vor, berechne das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben sowie die Investitionsquote, zeige aber auch die Verteilung meiner Finanzmittel und berechne den Grad meiner finanziellen (Un-)Abhängigkeit.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und freue mich über Deine Fragen, Hinweise und Kommentare.


Haushaltsbilanz: Einnahmen

Seit der ersten Haushaltsbilanz im Mai 2017 hat sich natürlich noch nicht die Welt um 180° gebessert und so entfällt weiterhin der größte Teil meiner Einnahmen auf mein Gehalt. Zusätzlich gab es diesen Monat die erwartete Steuerrückerstattung vom Finanzamt. Es gab auch diesen Monat keine Dividendenzahlungen, denn wo nix investiert, da nix Dividende. Die Zinsen stammen von meinem Tagesgeldkonto, ich habe eines meiner eBooks verkaufen können und mein DIY-Blog (bastelrado.de) hat wieder einige magere Affiliate Einnahmen in die Kasse getröpfelt. Ich arbeite weiter an der Diversifikation.

Im Juni 2017 gab es fünf Einnahmequellen
Einkommensquellen Juni 2017 – Gehalt, Steuerrückzahlung, Zinsen, Affiliate, ebooks

Am einfachsten und schnellsten war die Steuerrückzahlung verdient. Als Software verwende ich seit einigen Jahren das WISO Steuersparbuch*, mit dem ich auch die gewerblichen Einkünfte einfach angeben kann, ohne eine Steuerexpertin sein zu müssen. Für insgesamt 1,5 Stunden Aufwand habe ich eine nennenswerte Summe zurück erhalten.


Haushaltsbilanz: Ausgaben

Im Juni habe ich meine Ausgaben einfach mit einer App getrackt. Mehr Infos zu den von mir getesteten Apps findest Du in meinem Artikel Test: Haushaltsbuch per App führen.

So setzen sich die Ausgaben nach Kostenarten zusammen.
Ausgaben: Fixkosten vs. variable Kosten

Meine Fixkosten (Kosten für’s  Wohnen, Telekommunikation, Versicherungen) sind mit 36% deutlich geringer als meine variablen Kosten. Die Frage ist hier, was ist der Durchschnitt? Bei Statista habe ich dazu eine Infografik gefunden, dass der durchschnittliche Deutsche für Wohnung, Wasser, Energie und Nahrungsmittel rund 35% seiner Einnahmen ausgibt. Das überrascht mich ehrlich gesagt. Ich hätte da eine deutlich höhere Zahl erwartet, da die Wohnkosten in den letzten Jahren angestiegen sind. Kennt von Euch vielleicht jemand weitere Statistiken zu Fixkosten in Deutschland?

Aber mal im Detail – wofür habe ich diesen Monat Geld ausgegeben? Folgende Grafik zeigt die prozentuale Verteilung.

Wieviel Geld geben ich wofür aus?
Aufteilung der Ausgaben im Juni 2017

Sämtliche Ausgaben waren in normaler Höhe, allerdings ist der Posten „Freizeit, Urlaub, Freunde“ recht hoch. Im Juni habe ich das Flugticket und den Mietwagen für den anstehenden Urlaub bezahlt. Damit ist die Steuerrückerstattung schon wieder fast aufgebraucht. Minimalisten mögen einwenden, ob diese Ausgaben für Urlaub wirklich notwendig waren. Und ja – notwendig sind Urlaubskosten nicht, aber ich möchte gerne in den Urlaub. An der Stelle entscheide ich mich bewusst und gerne für die Ausgaben und sehe sie als Investition in meine Gesundheit.


Haushaltsbilanz: Investitionen

Letzten Monat musste ich meine Spar- bzw. Investitionsquote schätzen, da ich meine Ausgaben noch nicht getrackt habe. Diesen Monat gibt es konkrete Zahlen zu meiner Sparquote.

Wieviel der Einnahmen werden gespart? Wieviel der Einnahmen werden ausgegeben?
Von den Gesamteinnahmen gebe ich knapp 37% aus, die restlichen 63% werden gespart/ investiert.

Auf Grund der Steuerrückerstattung fallen die Ausgaben für Urlaub bisher nicht ins Gewicht. Die Spar- und Investitionsquote ist mit 63% sehr hoch und ich habe nicht das Gefühl, auf irgendetwas zu verzichten.


Verteilung der Finanzmittel

Ich habe mich in meiner Motivation für diesen Blog ja schon geoutet, dass ich in den vergangenen Jahren relativ wenig über meine finanzielle Situation oder meine Investitionsstrategie nachgedacht habe. Dementsprechend war die Verteilung meiner Finanzen im Mai 2017 auch wenig durchdacht und das meiste Geld lag unbeachtet auf einem Tagesgeldkonto. Die Verteilung werde ich in den kommenden Monaten anpassen und vom Tagesgeldkonto  in die bereits bestehenden Fondssparpläne umschichten. Die Umschichtung ist beendet, sobald auf dem Tagesgeldkonto nur noch 12 Monatsgehälter sind.

Weiterhin habe ich diesen Monat vom Tagesgeldkonto einiges Geld in Dividendenaktien angelegt und so sieht die Verteilung heute aus:

Die Verteilung der Finanzmittel im Juni 2017 zeigt noch immer einen Überhang am Tagesgeldkonto.
Verteilung der Finanzmittel im Juni 2017: Umschichtung von Tagesgeld in Fonds ist geplant.

Bezüglich der Umschichtung habe ich mich zur schrittweisen Umschichtung statt einer „alles auf einmal Strategie“ entschieden. Dafür spricht der Cost-Average-Effekt, dagegen sprechen die mauen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto.


Finanzielle (UN-)Abhängigkeit

Wer Finanzblogs liest, der stolpert immer wieder über den Begriff der finanziellen Unabhängigkeit oder auch der finanziellen Freiheit. Letzten Endes ist das der Zeitpunkt, ab wann das angesparte Kapital die Kosten decken und das bei einem theoretisch unendlich langem Leben (ohne Kapitalverzehr).

Dazu bedarf es des Wissens der eigenen Ausgaben und der finanziellen Mittel, über die man frei verfügt und berechnet den notwendigen Kapitalbedarf. Meine konservative Berechnung dazu findet ihr in folgender Grafik:

So nah bin ich der finanziellen Unabhängigkeit.
Finanzielle Unabhängigkeit: 17% des Kapitals ist vorhanden.

Die Zahlen werden in den nächsten Monaten schwanken, denn ich tracke meine Ausgaben ja erst seit diesem Monat. Grundsätzlich sollten die Balken aber schrittweise nach oben gehen.  Bei einer angenommenen Rendite von 5% wäre ich in 17 Jahren finanziell unabhängig, bei 7% in 15 Jahren.

Eine andere Möglichkeit ist der Vergleich der Höhe des passiven Einkommens mit den Ausgaben. Meine passiven Einnahmen sind in diesem Monat die Zinsen, die Affiliate Einnahmen, der Erlös aus dem Verkauf der ebooks.

Ausgaben versus Einnahmen aus passiven Einnahmequellen
Ausgaben versus Einnahmen aus passiven Einnahmequellen

1,4% sind noch nicht die Welt …


Fazit

Das Tracken meiner Ausgaben ermöglicht mir nun die Berechnung der finanziellen Unabhängigkeit. Ich bin überrascht, das und wie schnell es möglich wäre.

Das Schreiben des Blogs hat die gehoffte Wirkung auf meine Selbstdisziplin. Ich denke mehr über Finanzen nach anstatt nur davon zu träumen.

Der gestartete Weg ist noch lang und ich bin mit den passiven Einkommensquellen noch nicht zufrieden. Im Urlaub werde ich sicherlich auch darüber nachdenken.


Was meint ihr zu meiner Haushaltsbilanz? Ist diese typisch oder eher überaschend? Wie sehen eure Kennzahlen im Vergleich aus?

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