So sparst Du im Alltag bares Geld bei den laufenden Ausgaben und kannst es clever investieren in deine Zukunft.

Du suchst nach Möglichkeiten Deine Ausgaben zu reduzieren?  Mit dieser Liste klappt’s!

Hier zeige ich Wege auf, die sich einfach im Alltag integrieren lassen und so, ganz nebenbei, die Ausgaben zu reduzieren. Es handelt sich dabei um Ideen, mit denen ich entweder selber gute Erfahrung gemacht habe oder aber die eine gute Reputation besitzen. Jede dieser Möglichkeiten stelle ich ganz kurz vor und verlinke direkt die Sparmöglichkeit.

Die Liste ist bei Weitem nicht vollständig, aber ich bemühe mich, diese kontinuierlich zu erweitern und aktuell zu halten.


Haushalt

Budget – Setze Dir ein Haushaltsbudget für deine Gesamtausgaben. Klingt jetzt vielleicht nicht so sexy, ist aber ungemein wirksam. Wenn Du nicht weißt, wie viel Du ausgeben darfst um deine finanziellen Ziele zu erreichen, kannst Du deinen Fortschritt auch nicht kontrollieren. Für das Tracking Deiner Ausgaben gibt es etliche Apps, wovon ich zwei in diesem Post bereits vorgestellt habe.

DSL – Internet, Mobil- und Festnetztelefonkosten unterscheiden sich massiv. Wenn Du einen Überblick über die Anbieter in Deinem Postleitzahlengebiet haben möchtest, dann überprüfe das hier*. Du erfährst auch direkt dein Einsparpotential. Je nach Vertragslänge, trage dir den nächsten Vergleichstermin gleich in deinen Kalender ein.

Gas – Ähnlich wie Stromkosten variieren Gaspreise stark, von Anbieter zu Anbieter aber auch von Jahr zu Jahr. Du hast hier zwei Möglichkeiten zur Reduktion deiner Gaskosten: den Verbrauch und den Preis senken. Den Verbrauch senkst Du durch moderates Heizen (20-21°C im Wohnbereich reichen locker aus) oder dem Einsatz von intelligenten Thermostaten*. Wenn Du eine Etagenheizung hast bzw. in einem Einfamilienhaus wohnst, empfehle ich hier auch einen jährlichen Gas-Tarifvergleich*. Jährlichen Termin im Kalender eintragen hilft gegen das Vergessen!

Strom – Strompreise variieren stark. Einerseits von Anbieter zu Anbieter aber auch von Jahr zu Jahr. Da ein Anbieterwechsel in weniger als 10 Minuten einfach durchzuführen ist, empfehle ich den Stromverbrauch einerseits monatlich abzulesen und zu protokollieren, aber auch den Anbieter mindestens jährlich zu wechseln. Mit Vergleichsportalen kannst Du alle Stromanbieter im Strom-Tarifvergleich* mit wenigen Klicks vergleichen. Optimaler Weise reduzierst Du aber nicht nur den Preis durch geschickte Anbieterwahl, sondern kennst auch deine „Stromfresser“, in dem Du mit einem Strommessgerät* den exakten Verbrauch ermittelst. Die Anschaffung eines Strommessgerätes lohnt sich auf alle Fälle und hat zumindest bei mir zu einigen Aha-Situationen geführt, was z. B. manche Geräte im Stand-by Modus verbrauchen.

Ausgaben reduzieren im Haushalt - So geht's!

Wasser – Die Wasserkosten zu senken ist weniger einfach als Stromkosten, da Du den Anbieter und somit die Preise nicht wählen kannst. Dir bleibt also nur die Reduktion des Wasserverbrauchs, durch z. B. technische Maßnahmen wie einen Durchflußreduzierer* auf dem Wasserhahn oder wassersparende Duschköpfe*.

Versicherungen – Im Allgemeinen tendieren Deutsche dazu JEDES Risiko des Lebens absichern zu wollen.  Persönlich halte ich nur die private Haftpflichtversicherung und eine Hausratversicherung für sinnvoll, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch hier lohnt sich ein jährlicher Vergleich der Versicherungsleistungen und Kosten über die gängigen Vergleichsportale. Da die meisten Versicherungslaufzeiten zum Jahresende auslaufen, setzt Du dir am besten einen jährlichen Termin im September. Weiter kannst Du bei den Versicherungsbeiträgen sparen, wenn Du als Zahlweise jährlich statt monatlich oder quartalsweise wählst. Das macht einige Prozente aus.


Lebensmittel und Getränke

lang haltbare Lebensmittel – Die Masse bzw. Großpackung macht’s! Besonders Kosten für Reis, Nudeln, Mehl, Linsen etc. werden hauptsächlich durch die Verpackungsgröße bestimmt. Da hier kaum die Gefahr besteht, dass die Lebensmittel verderben, kannst Du guten Gewissens die großen Packungen kaufen und so bis zu 50% sparen. Tipp: Vergleiche aber immer den Preis per kG bzw. Liter. Supermärkte müssen diesen auspreisen und Dir fällt es gleich leichter, die kostengünstigste Abpackung zu identifizieren.

schnell verderbliche Lebensmittel – Hier lohnt sich der Weg zum Wochenmarkt. Dort bekommst Du genau die Menge die du benötigst und läufst nicht Gefahr in ein paar Tagen verdorbene Lebensmittel in den Müll schmeißen zu müssen. Das spart auch Müllkosten. Weiterhin erhältst Du auf dem Wochenmarkt vor allem saisonale, regionale Produkte, die preislich mit den Supermarktprodukten konkurrieren können, aber intensiver und besser schmecken.

Obst und Gemüse selber anpflanzen – Samen oder junge Gemüsepflanzen sind sehr günstig zu bekommen und können auf jedem kleinen Balkon oder Terrasse selbst gezogen werden. Richtig günstig wird es, wenn Du vorhandene Gemüse, z.B. das Ende der Lauchzwiebeln oder Ingwer nutzt, um daraus neue Pflanzen zu ziehen. Einmal gekauft hast Du mit dieser Möglichkeit einen tollen Kreislauf geschaffen, der Dich nix mehr kostet. Tipp: Fang Dir Regenwasser zum Gießen auf.

Getränke – Besonders günstig ist Leitungswasser statt Mineralwasser. Die Leitungswasserqualität ist hervorragend und Du sparst Dir das Schleppen der Flaschen aus dem Getränkemarkt/ Supermarkt nach Hause. Wer die Kohlensäure im Leitungswasser vermisst, kann sich auch einen Wassersprudler* zulegen. Wenn Du täglich zwei Liter Wasser trinkst, hast Du die Kosten für den Sprudler nach ca. 4 Monaten wieder drin und sparst ab dem Zeitpunkt unglaublich viel.

Ausgaben reduzieren bei den Lebensmitteln und Getränken - So geht's!

Plane deinen Einkauf – Ähnlich wie beim Thema Budget, ist die Planung des Lebensmitteleinkaufes jetzt nicht unbedingt sexy, aber wiederum sehr hilfreich, wenn Du dich denn auch daran hälst. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe: Du kaufst nur das was Du tatsächlich benötigst und reduzierst gleichzeitig das Risiko, dass Lebensmittel zu viel gekauft werden und letzten Endes verderben. Auch hier gibt es gute Apps, wie z. B. „Wunderlist“, die zudem Multiuserfähig sind. So haben alle Familienmitglieder jederzeit den Überblick, was es noch zu kaufen gilt, oder auch nicht.

Koche selbst und vermeide dabei Fertigprodukte oder Lieferservices – Abends noch schnell im Restaurant essen gehen und morgens einen Kaffee auf dem Weg ins Büro kostet dich letztlich sehr viel Geld. Reduziere die Kosten für Auswärts Essen und Trinken auf ein Minimum. Insbesondere auf Reisen geben wir an Bahnhöfen und Flughäfen unglaublich viel Geld für die Snacks aus, die man auch einfach zu Hause vorbereiten kann. Es wird umso günstiger, je naturbelassener Du kochst. Fertigprodukte, und sei es nur die Soße kosten deutlich mehr, als die eigentlichen Zutaten und sind zudem auch noch völlig überflüssig, da mit Geschmacksverstärkern versehen. Auch ist das Ausgehen ins Restaurant oder Pub mit Freunden sehr kostspielig. Lade alternativ deine Freunde doch einfach zu Dir nach Hause ein und ihr kocht zusammen. Macht Spaß und du sparst bares Geld.

Restekochen – Auf Chefkoch gibt es eine tolle Suchfunktion, die Dir Rezepte anhand deiner bereits vorhanden Zutaten vorschlägt. Zutaten einfach eintippen, Kategorie wählen und schon gibt es Ideen für ein leckeres Essen.


Drogerieartikel

Großeinkauf – Drogerieartikel kannst Du gut im Voraus planen und entsprechend einkaufen. Die meisten Drogeriemärkten haben Aktionswochen, wo Du mal locker 10% und mehr sparen kannst. Wenn Du also dein Lieblingsduschgel etc. im Angebot siehst, dann kauf es einfach ein paar mal häufiger und lege dir einen günstigen Vorrat an.

Kundenkarten und -Apps – Die großen Drogerieketten bieten Kundenkarten und Apps mit Sparcoupons, die entweder für einige Produkte Rabatte mit bis zu 20% oder aber 10% Rabatte auf den gesamten Einkauf werben. Persönlich bevorzuge ich die 10% auf den gesamten Einkauf, egal was ich kaufe. Dadurch wirst Du nicht verleitet, unsinnige Produkte zu kaufen, nur weil sie im Angebot sind. Besonders positiv ist hier Rossmann zu erwähnen. Jeden Monat gibt es ca. zwei 10% Rabattcoupons und mit der richtigen Planung lässt sich hier sehr viel sparen, wenn Du die Rabattcoupons mit den Sonderangeboten kombinierst.

Drogerieartikeln - So geht's!
Ausgaben reduzieren bei Drogerieartikeln

DIY – Wer nicht nur den finanziellen Aspekt sieht sondern sich auch fürs Selbermachen begeistern kann, der findet auf Smarticular viele Anleitungen um Drogerieartikel günstig selbst herzustellen. Reinschauen lohnt sich.

Kaufe Nachfüllpackungen – Von vielen Drogerieartikeln wie z. B. Reinigern, Waschmittel, Flüssigseife etc. gibt es auch Nachfüllpacks zu kaufen. Hier lohnt sich der Preisvergleich! Ich habe festgestellt, dass sich so locker 10% sparen lassen und zusätzlich reduzierst Du deinen Müll.

Klamotten, Garderobe

Baby – Ich bin jedes mal erstaunt, was junge Eltern an Kosten für die Babyerstausstattung hinlegen.  Wenn man bedenkt, dass Babys viele Klamotten gar nie oder nur wenige Male tragen, gibt es keinen Grund hier Unmengen an Geld zu investieren. Kaufe Dir lieber ein paar gute Stoff und nähe deine Babyausstattung selbst. Ohne Witz – ich selbst habe weniger als 100€ für gute Stoffe investiert und in meiner Mutterschutzzeit das Nähen gelernt. Das hat viel Geld gespart. Eine weitere Möglichkeit an günstige Babyklamotten zu kommen sind Kinderbasare. Mit einem Mutterpass bewaffnet, lassen die meisten Basare schwangere Frauen vor der eigentlichen Öffnungszeit rein und man kann in Ruhe die schönsten Teile für wenig Geld aussuchen. Auch ebay Kleinanzeigen, Facebook Marketplace etc. sind wahre Goldgruben.

Kinder – Klar wollen Kinder gerne hippe Klamotten aus tollen Läden. Aber die meisten Alltagsklamotten lassen sich auch auf Flohmärkten und in Second Hand Läden finden. Hier sparst Du schnell bis zu 90%.

Erwachsene – So, als erstes empfehle ich Geld auszugeben. Investiere in eine Farb- und Stilberatung, um Fehlkäufe in Zukunft zu vermeiden. Mit dem Ergebnis dieser Beratung investierst Du in eine qualitativ hochwertige Basisgarderobe*, welche Du z. B. in speziellen Second Hand Shops für wenig Geld kaufen kannst oder Dir selber nähst. Damit hast Du nicht nur Geld gespart, sondern investierst stilsicher in die richtigen Teile, die sich beliebig kombinieren lassen. Weniger ist manchmal mehr.

Ausgaben reduzieren bei der Garderobe - So geht's!
Ausgaben reduzieren bei der Garderobe

Urlaub, Hotels

Booking.com* – Nach 5 Buchungen über das Portal, erhältst Du eine Rückerstattung von 10% Deiner Ausgaben für etliche Hotels etc. Wenn Du meinen Link zur Buchung nutzt, bekommst Du weitere 15€ ausgezahlt. Voraussetzung ist, Du legst während der Buchung ein Booking.com Account an, was innerhalb von 2 Minuten erledigt ist.


Gebühren, Beiträge

Girokonto – In der heutigen Zeit muss niemand mehr Gebühren für Kontoführung, EC- oder Kreditkarten zahlen. Die Online Banken sind mittler Weile hervorragend und bieten sehr häufig auch einen 24h Online- und Telefonservice an. Rechne mal nach, was deine Bank an Gebühren pro Jahr dafür verlangt, dass sie dein Geld verwaltet, Überweisungen ausführt oder Du dein Geld an einem Automaten abheben möchtest. Ich selbst habe seit vielen Jahren mein Girokonto inkl. Kreditkarte und Tagesgeldkonto bei der DKB*. Das DKB Cash-Konto Konto ist nicht nur komplett gebührenfrei, sondern auch perfekt für Reisen, da ich weltweit mit meiner Visa-Karte kostenfrei Geld abheben kann. Ich hatte noch nie Probleme und bei Fragen oder Unklarheiten wurde mir schnell und zufriedenstellend online oder am Telefon geholfen.

Depot – Was für Girokonten gilt, gilt auch für Wertpapierdepots. Es haben sich viele etablierte Banken darauf eingestellt, dass wir uns selbst um unsere Wertpapiergeschäfte kümmern. So gibt es bei Brokern viele kostenfreie Depots, inkl. der Option kostenfreier Sparpläne. Einfach wechseln und per kostenfreiem Depotwechsel der teuren Bank den Rücken kehren. Jedes %, was du an Gebühren oder gar Ausgabebaufschlägen zahlst, macht sich negativ in deiner Rendite bemerkbar.

Steuererklärung – Ich bin immer wieder überrascht, dass so viele Menschen ihre Steuererklärung von einem Lohnsteuerhilfeverein anfertigen lassen. Solange Du nicht ein komplexer Steuerfall bist, sparst Du hier viel Geld, wenn Du die Erklärung mit einer vernünftigen Steuererkläungssoftware selbst erstellst. Ich habe es geprüft: Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 40.000€ zahlst Du einen Beitrags von 125€ an den Lohnsteuerhilfeverein (Quelle). Eine gute Software hingegen, die durch die Fragenvielfalt geschickt führt, bekommst Du ab ca. 20€. Ich selber nutze seit Jahren die WISO Steuersoftware*, mit der ich innerhalb von 1,5 Stunden die Erklärung erstelle und verschlüsselt an das Finanzamt übermittle. Ich spare dadurch Zeit und Geld.

Vereine statt Fitnessstudio – In vielen Städten und Gemeinden gibt es eine Vielzahl an Sportvereinen, die eine Jahresgebühr nehmen, die kleiner ist als ein Monatsbeitrag in einem Fitnessstudio.  Da lohnt es sich mal vorbeizuschauen, den interessantesten Verein zu wählen (oder auch zwei oder drei) und zu wechseln.


Meine persönliche Erfahrung ist, dass die Reduktion der Ausgaben relativ schnell und einfach gemacht ist, ohne große Einschränkungen der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Häufig wird die Ausgabenreduktion jedoch  unterschätzt und stattdessen der Fokus auf die Erhöhung des Einkommens gelegt. Rechne doch einfach mal gegen, wie viel Zeit oder Geld Du investieren musst, um mehrere hundert Euro im Jahr einzunehmen. Mit den hier vorgestellten Maßnahmen kannst Du hingegen schnell einige hundert Euro sparen!

Kennst Du weitere Sparmöglichkeiten? Dann immer her mit deinem Kommentar, so dass wir alle von profitieren können.

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